02.10.2013

Die Gewinner des cut-e Theta-Innovationspreises: Der erste Preis geht nach Sheffield in England, der zweite nach Berlin

cut-e Theta-Innovationspreis

Auf der jährlichen internationalen cut-e-HR-Konferenz erhielt der Doktorand Stephen McGlynn von der Sheffield University Management School den ersten Preis im Wettbewerb um die besten Ideen der Personaleignungsdiagnostik.

 

 

 

 Der vierundzwanzigjährige Brite wurde am 26. September 2013 in Hamburg in Anwesenheit von rund 150 Personalfachleuten und Kunden der cut-e GmbH mit dem Theta-Award für sein Forschungsprojekt ausgezeichnet. Der Innovationspreis ist mit 5000 Euro dotiert. Mit dem zweiten Preis zeichnete die Jury Martin Becker und das Berliner Start-up-Unternehmen viasto aus.

Das weltweit tätige Unternehmen für Online-Assessment cut-e hatte zu dem Ideen-Wettbewerb aufgerufen, um herausragende Projekte in der Eignungsdiagnostik für die Mitarbeiterentwicklung und Mitarbeitergewinnung zu prämieren. Eine unabhängige Jury, der namhafte Forscher und Personalfachleute großer Unternehmen angehören, bewertete die eingereichten Projekte aus sechs Ländern danach, ob sie innovativ und benutzerfreundlich sind und ob sie einen deutlichen Mehrwert für die Personalarbeit bieten. „Der Jury fiel es nicht leicht, aus der Vielzahl von Einsendungen die besten auszusuchen. Persönlich war ich von dem ausgesprochen hohen Niveau und der Themenvielfalt der eingereichten Projektarbeiten beindruckt“, sagte Dr. Achim Preuß, Geschäftsführer der cut-e GmbH, während der Preisverleihung.

 

Stephen McGlynn, der Gewinner des Theta-Awards, stellte mit seinem Projekt „Keeping Track of your Development“ eine mobile App vor, mit welcher der Erfolg auch von informell stattfindenden  persönlichen Weiterbildungsentwicklungen, die zur beruflichen Handlungskompetenz beitragen, gemessen werden kann. Nutzer dieser App können für eigene Zwecke oder für den Arbeitgeber ihre berufliche Entwicklungskompetenz analysieren und dokumentieren. Die App bietet damit sowohl für den Einzelnen, aber auch für Personalentwickler oder für die Forschung verlässliche Daten über die Nachhaltigkeit eines Lern- oder Entwicklungsprozesses und beschreibt, welche Entwicklungspotenziale erreicht wurden oder noch ausbaufähig sind. „Wir wissen aus der Arbeitspsychologie: Rund 70 bis 80 Prozent der Lern- oder Entwicklungsprozesse, die dem tatsächlichen Arbeits- und Berufswissen von Fachkräften zugrunde liegen, werden durch informelles Lernen während der Arbeit geprägt. Sie finden unmittelbar im Prozess der Arbeit, beispielsweise während der kurzen Nachbesprechung eines Kundenbesuchs auf dem Flur statt“, sagt Stephen McGlynn. Oft seien es nur vermeintlich unspektakuläre Lernerfahrungen, an die man sich vielleicht nach einem halben Jahr nicht mehr erinnern kann, bemerkt McGlynn, wenn man diese nicht zeitnah dokumentiere. Die Datenerhebung mit Hilfe der mobilen App fülle nun diese Lücke. Das Preisgeld möchte der Doktorand zur Weiterentwicklung seiner App nutzen. Stephen McGlynn hat einen Master in Organisations- und Arbeitspsychologie und einen Bachelor in Experimenteller Psychologie von der Universität Oxford. Derzeit schreibt er seine Dissertation am Institut für Arbeitspsychologie an der Universität Sheffield Management School.

Mit dem zweiten Preis wurden Martin Becker und das Team der viasto GmbH ausgezeichnet. Das Berliner Start-up-Unternehmen überzeugte mit dem eingereichten Projekt „Skills worth seeing“ die Jury davon, dass zu einem guten ersten Screening von Bewerbungen mehr als nur der Eindruck aus dem Lebenslauf wichtig ist. Dafür hat viasto die Software „interview suite“ entwickelt, die es Unternehmen ermöglicht, über kompetenzbasierte Videointerviews schon in der Vorauswahl einen persönlichen und vergleichbaren Eindruck über die Bewerber zu erhalten. Bei dieser Form der Interviews werden Kandidaten durch einen modernen Interviewprozess geleitet, den sie eigenständig durchführen. Sie sehen Videobotschaften der Recruiter oder von zukünftigen Kollegen und beantworten dann vordefinierte Fragen vor ihrer Webcam. Der Recruiter ist nicht „live“ dabei, sondern erhält als Resultat kurze Interviewsequenzen der Bewerber, die er zeitversetzt zum Zeitpunkt seiner Wahl evaluiert. Mit dieser Technologie sparen sowohl Bewerber als auch Unternehmen viel Zeit, und so können Personalverantwortliche mehr Bewerber persönlich kennenlernen. Auf Basis dieser authentischen und kompetenzbasierten Eindrücke können sie zudem besser entscheiden, welche Bewerber zu persönlichen Gesprächen eingeladen werden. Martin Becker, Gründer und Geschäftsführer von viasto, und seine Kollegin Sara Lindemann, Head of Business & Client Development, nahmen den Preis entgegen. Becker freute sich über die Auszeichnung: „Phantastisch, dass mit dem cut-e Theta-Award diagnostische Innovationen prämiert werden. Im HR-Bereich wird immer noch zu wenig Wert auf gute Personaldiagnostik gelegt. Dabei kann es ganz leicht sein, innovativ und modern zu wirken und gleichzeitig fundierte Personaldiagnostik zu betreiben“.

Dr. Achim Preuß beglückwünschte die Gewinner und kündigte an, dass auch nächstes Jahr der  Wettbewerb „Theta – The cut-e Award for Person-Job-Fit Innovation“ ausgelobt wird. Auf dem jährlich stattfindenden cut-e-Networking-Kongress präsentieren Kunden,  wie sie Online-Assessment in ihren Organisationen umsetzen und welche neuen Methoden und Tools sie nutzen. Auf dem Kongress fanden die Teilnehmer eine ideale Möglichkeit zum Austausch unter Personalprofis und die Gelegenheit zu erfahren, wie andere Unternehmen ihre Rekrutierungsmaßnahmen durchführen und welche neuen Trends die Wissenschaft bietet. Es referierten Personalfachleute u.a. von den Firmen easyJet, Volksfürsorge Generali, Commerzbank, 02 Telefónica und Ricoh sowie Wissenschaftler der Universitäten Oslo und Cambridge.

 

Weitere Infos: www.theta-award.com

Bildunterschrift 1. Preis:

Der glückliche Gewinner des Theta-Awards Stephen McGlynn mit Dr. Achim Preuß, Geschäftsführer (l.) und Babette Auhagen (r.), Marketing Managerin cut-e Gruppe.