Gibt es spezielle Kritierien für die Online-Diagnostik

Über die Kriterien, die computergestützte Diagnostik betreffen hinaus, gibt es einige Dinge, die im Speziellen internetadministrierte Verfahren betreffen. Internetbasierte Instrumente sollten im Wesentlichen selbsterklärend, verfälschungssicher, hardware-unabhängig, plug-in ready und barrierefrei sein. Dies bedeutet im Einzelnen:

Selbsterklärend
Da internetbasierte Instrumente in den meisten Fällen offen, d. h. unkontrolliert, administriert werden, ist es wichtig, dass sie selbsterklärend sind. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass es interaktive Beispielsequenzen gibt, an denen der Teilnehmer sich mit den Aufgaben des jeweiligen Instruments vertraut machen kann und vom System Rückmeldung darüber bekommt, wie er die Beispielaufgaben bearbeitet hat. Die Erläuterungen zu den Beispielsequenzen sollte möglichst ausführlich sein, da bei online administrierten Tests in der Regel nicht die Möglichkeit besteht, bei Fragen einen Testadministrator zu kontaktieren.

Verfälschungssicher
Da, wie bereits erwähnt, die Testadministration von internetbasierten Instrumenten häufig unkontrolliert erfolgt, sollte gewährleistet sein, dass der Test verfälschungssicher ist. Dies bedeutet u. a., dass möglichst keine Musterlösung existieren sollte, die den Teilnehmern bei der schnellen und richtigen Bearbeitung der Aufgaben helfen könnte. Dies kann bei computergestützten Instrumenten relativ einfach sichergestellt werden, in dem der Test jeweils erst zur Laufzeit, also dynamisch, erzeugt wird und es daher nahezu ausgeschlossen ist, dass zweimal der gleiche Test entsteht.

Hardware-unabhängig
Das Problem vieler internetbasierter Testverfahren ist, dass sie häufig für ein bestimmtes System (bestimmte Voraussetzungen: Bildschirmauflösung, Proportionen) optimiert sind und auf anderen Computern dann verschwommen oder pixelig dargestellt werden. Verhindern lässt sich dies z. B. durch vektorisiertes Itemmaterial, das sich den jeweiligen Bildschirmbedingungen optimal anpasst und somit keinerlei Effekte durch die verwendete Hardware und Online-Anbindung entstehen.

Plugin-ready
Bei interbasierten Instrumenten ist es wichtig, dass eine nahtlose Einbindung in bestehende Bewerbermanagement-, Assessment- oder HR-Systeme (z. B. SAP, Peoplesoft, Oracle) möglich ist. Dadurch kann gewährleistet werden, dass die Daten der Teilnehmer im Unternehmen bleiben und somit die Sicherheit gewährleistet ist.

Barrierefrei
Jedes onlineadministrierte Verfahren sollte barrierefrei im Sinne der Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behinderungsgleichstellungsgesetz sein. Dies beinhaltet u. a., dass auch andere Eingabehilfen als die Maus (z. B. Touchscreens, Touchpads, Tastatur, spezielle Eingabehilfen für motorisch eingeschränkte Personen) sowie Lesehilfen (z. B. computerinterne Lupe, Vergrößerungsglas) und andere Hilfsmittel benutzt werden können.
 

 

 

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