Transparenz und Fairness sind zwei wichtige Kriterien, die immer erwähnt werden, wenn es um die Auswahl eignungsdiagnostischer Instrumente geht. Wie kann ich sicherstellen, dass diese Kriterien erfüllt sind?
- Ein wesentlicher Faktor bei der Auswahl eignungsdiagnostischer Instrumente ist die Behandlung des Kandidaten vor, während und nach dem Test.
- Ein gutes diagnostisches Instrument sollte über ein angemessenes Maß an Transparenz verfügen. Dies beinhaltet unter anderem, dass informative und verständliche Instruktionen vor Beginn des eigentlichen Tests den Hintergrund des Tests sowie die Bearbeitungsweise des Tests (u. a. auch Zeitlimit u. ä.) erklären, dass Übungsitems vorhanden sind, mit denen das Prinzip des Tests oder Fragebogens verständlich gemacht wird, und dass im Vorfeld durch geschulte Vertreter des Testanbieters das System (vor allem bei Online-Administrationen) näher erläutert wird.
- Weiterhin sollte sichergestellt sein, dass jeder Teilnehmer, der ein entsprechendes Instrument durchläuft im Nachhinein ein angemessenes Feedback über sein Abschneiden/seine Leistung (bei Fähigkeitstests) oder seine Ergebnisse (bei Fragebögen) bekommt. Dies sollte zumindest in Form eines kurzen schriftlichen Auswertungsberichts (möglichst narrativ) oder im besten Fall durch ein persönliches Feedback durch eine geschulte Person und anhand eines ausführlichen Auswertungsberichts erfolgen.
- Zur Fairness eines Tests gehört weiterhin, dass die resultierenden Testwerte zu keiner systematischen Benachteiligung bestimmter Personen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu ethnischen, sozio-kulturellen oder geschlechtsspezifischen Gruppen führen. Im Sinne der Barrierefreiheit sollten alle Menschen die gleichen Möglichkeiten zur Bearbeitung von eignungsdiagnostischen Verfahren haben. Dies bedeutet u. a. dass auch Menschen mit Behinderungen ihren Fähigkeiten angemessen die Möglichkeit bekommen, evtl. durch Eingabehilfen, eignungsdiagnostische Instrumente zu bearbeiten.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Select a language